Informationen zur Karl-Hofmann-Schule BBS Worms

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Fachschule Automatisierungstechnik

TĂ€tigkeits- und Anforderungsprofil [edit]

Unter Automatisieren versteht man das Einsetzen technischer Mittel, um einen Vorgang selbststÀndig ablaufen zu lassen. Diese Definition nach DIN 19233 beschreibt global die Aufgaben eines Automatisierungstechnikers.

Neben fundierten Kenntnissen aller zum System gehörenden Komponenten ist insbesondere Systemdenken erforderlich. Die Automatisierungstechnikerin und der Automatisierungstechniker muss in der Lage sein, technische und betriebswirtschaftliche ZusammenhÀnge zu erkennen und in funktionalen AbhÀngigkeiten zu denken.

Er plant selbststĂ€ndig oder im Team mit Meistern und Ingenieuren ganze Neuanlagen automatisierter Systeme, ebenso Teilanlagen und den Einsatz bzw. die Integration von Maschinen innerhalb bestehender Systeme mit dem Ziel der QualitĂ€tsverbesserung und Kostenminimierung. Zu seinen Aufgaben gehört auch die Überwachung dieser Systeme, deren Wartung und die Fehlersuche bei Störungen. Da die funktionsĂŒbergreifende Integration verschiedener Technologien und betriebswirtschaftlicher Faktoren ein besonderes Kennzeichen der Automatisierungstechnik ist, wird ein hohes Maß an Team- und KommunikationsfĂ€higkeit erwartet.

Die Innovationsintervalle in der Automatisierungstechnik verkĂŒrzen sich rasant. Der Automatisierungstechniker muss daher in der Ausbildung befĂ€higt werden, sich stĂ€ndig neu zu orientieren und sich auf neue Organisationskonzepte, Technologien und Verfahren einzustellen.

Um Produktionsprozesse automatisieren zu können, benötigt die Automatisierungstechnikerin und der Automatisierungstechniker im wesentlichen Kompetenzen in Bezug auf die prozessunabhÀngigen Komponenten der Automatisierungstechnik, wie Sensoren, Antrieben, u. À., als auch auf die prozessabhÀngige Dimension der Automatisierungstechnik, hier insbesondere die Realisation von MaschinenablÀufen.

Die Aufteilung des Bildungsgangs in die beiden Schwerpunkte Produktionsautomatisierung und Prozessautomatisierung ermöglicht eine Vertiefung in bestimmten TĂ€tigkeitsfeldern. So ist der Automatisierungstechniker mit dem Schwerpunkt Produktionsautomatisierung (in Worms nicht angeboten) in seiner TĂ€tigkeit tendenziell nĂ€her an dem zu automatisierenden Objekt, also der Anlage. Die Automatisierungstechnikerin und der Automatisierungstechniker mit dem Schwerpunkt Prozessautomatisierung wird sich mehr mit den ĂŒbergeordneten Mitteln, den Automatisierungssystemen und den Verfahren der Automatisierung, also mit Steuern und Leiten befassen.

(aus dem Lehrplan der Fachschule fĂŒr Automatisierungstechnik)

Anmeldung [edit]

Bitte achten Sie darauf, alle geforderten Unterlagen (beglaubigte Zeugniskopien, VertrĂ€ge etc.) Ihrem Antrag beizufĂŒgen. Es werden nur vollstĂ€ndige Bewerbungsunterlagen bearbeitet!

AufnahmeantrÀge im Sekretariat oder Downloadhier zum Herunterladen.

đŸ“±đŸŒđŸ’» Online-Anmeldung

Bitte fĂŒgen Sie der Anmeldung folgende Unterlagen bei:
  1. Lebenslauf
  2. Abschlusszeugnis der letzten allgemeinbildenden Schule
  3. Abschlusszeugnis der Berufsschule
  4. Gesellenbrief
  5. BestĂ€tigung der Arbeitspraxis, z.B. ĂŒber einen bestehenden Arbeitsvertrag.

Weitere Verweise [edit]

DownloadMerkblatt zum Herunterladen

DownloadLehrplan fĂŒr die Fachschule fĂŒr Prozessautomatisierung

Externer LinkÜbersichtÂ ĂŒber alle LehrplĂ€ne der Fachschule fĂŒr Technik

Module der Fachschule fĂŒr Prozessautomatisierung [edit]

Nr. Modulbezeichnung 1. Jahr 2. Jahr 3. Jahr 4. Jahr
TE01 Grundlegende Elemente und Handlungen (80) 80      
TE02 Berufsbezogene Kommunikation in einer Fremdsprache (120) 120      
TE03 Kommunikation und Arbeitstechniken (100) 100      
TE04 Gestalten eines prozessorientierten QualitÀtsmanagements im Unternehmen (120) 120      
AU05 Erstellen technischer Dokumentationen mit Standardsoftware (60) 60      
AU06 Automatisieren und Vernetzen mit Industrie-PC (160)   80 80  
AU07 Projektieren und Betreiben von Feldbussystemen (60)   60    
AU08 Planen, Programmieren und Inbetriebnehmen von Handhabungssystemen (100)   100    
AU09 Projektieren, Programmieren und Inbetriebnehmen von automatisierten Betriebseinrichtungen (260)   140 120  
PZ10 Verarbeiten digitaler und analoger Signale mit SPS und Mikrocontroller (180) (P)
    180  
PZ11 Entwerfen und Einsetzen von Messsystemen (100)   100    
PZ12 Projektieren, Aufbauen und Inbetriebnehmen geregelter Prozesse (120) (P)       120
PZ13 Visualisieren automatisierter Prozesse und Aufbauen von Prozessleitsystemen (160)       160
PZ14 Projektieren von Antrieben in der Automatisierungstechnik (100) (P)     100  
PZ15 Abschlussprojekt (80)       80
WP Ein bis zwei Wahlpflichtmodule (120)       120

(P) PrĂŒfungsfach

Abschließende Leistungsfeststellung [edit]

SchĂŒler werden zur abschließenden Leistungsfeststellung nur zugelassen, wenn sie mind. 75% der Unterrichtszeit anwesend waren. Bei Nichtzulassung ist das Modul nicht bestanden.

Es ist keine Befreiung von der aLF möglich.

Die Gesamtnote der aLF kann aus mehreren Teilen (schriftlich (mind. 120 Minuten), praktisch, mĂŒndlich) zusammengesetzt sein, zur Bildung der Gesamtnote ist dann das arithmetische Mittel zu berechnen.

Eine Wiederholung der aLF ist möglich, wenn das Gesamtmodul nicht bestanden wurde. Auf Antrag kann dann der Unterricht noch einmal besucht werden, um auch die Vornote zu Àndern. Eine Wiederholung der aLF soll formlos schriftlich beantragt werden.

Abschlussprojekt [edit]

Am Ende der Ausbildung erstellen SchĂŒlerinnen und SchĂŒler ein Abschlussprojekt.

Das Lernmodul Abschlussprojekt beginnt frĂŒhestens 6 Monate vor Ende des Bildungsganges und dauert 12 bis 16 Wochen. Es wird einzeln oder in Gruppen bis zu 4 SchĂŒler durchgefĂŒhrt. Thema, Beginn und Ende der Bearbeitung wird von dem oder den betreuenden Lehrern festgelegt. Informationsschriften zum Herunterladen finden Sie hier: Projektarbeit im Schuljahr 2015/16, Formular zur Projektarbeit (PDF) und Formular zur Projektarbeit (Word). Bei Gruppenarbeit ist das Thema so zu wĂ€hlen, dass die individuellen Leistungen der Beteiligten festgestellt und bewertet werden können.

Über das Abschlussprojekt ist eine Dokumentation zu erstellen. Sie enthĂ€lt die unterschriebene ErklĂ€rung des PrĂŒflings, dass dieser die Projektarbeit selbstĂ€ndig und ohne fremde Hilfe verfasst, keine anderen als die angegebenen Hilfsmittel verwendet und alle wörtlichen und sinngemĂ€ĂŸen Übernahmen aus anderen Werken als solche gekennzeichnet hat. Sie soll als Richtwert 50 Seiten +/- 10% ohne Verzeichnisse und AnhĂ€nge umfassen.

Die Projektarbeit wird von einem Lehrer oder einer Gruppe von Lehrern betreut.

Nach Abgabe der Dokumentation erfolgen eine PrÀsentation der Projektarbeit und ein Kolloqium von ca. 20 Minuten Dauer.

Die Endnote des Abschlussprojektes wird vom betreuenden Lehrer bzw. Lehrerteam festgesetzt. Dabei gilt folgende Gewichtung: 40% inhaltliche BewĂ€ltigung, 15% methodische DurchfĂŒhrung, 5% formale Anforderungen, 40% PrĂ€sentation und Kolloqium.

Ist die Endnote schlechter als ausreichend, kann das Abschlussprojekt auf Antrag einmal wiederholt werden.

FĂŒr das Abschlussprojekt wird ein Zertifikat erstellt.


download.gifProjektarbeit im Schuljahr 2021/2022
download.gifFormulare zur Projektarbeit.
download.gifProjektantrag.

AbschlussprĂŒfung [edit]

Eine AbschlussprĂŒfung mĂŒssen alle Klassen der Fachschule ablegen.

Die AbschlussprĂŒfung besteht aus 2 Aufsichtsarbeiten und dem Abschlussprojekt. Die Aufsichtsarbeiten werden in 2 Modulen geschrieben, die die Schule aus 3 im Lehrplan vorgegebenen auswĂ€hlt.

Die Aufsichtsarbeit ersetzt die abschließende Leistungsfeststellung und dauert mindestens 180 Minuten. Alle weiteren Vorschriften zur aLF gelten sinngemĂ€ĂŸ fĂŒr die Aufsichtsarbeiten.

Abschlusszeugnis [edit]

Wer alle Module spÀtestens nach 6 Jahren erfolgreich abgeschlossen hat und die erforderliche einschlÀgige BerufstÀtigkeit nachweist, hat die Gesamtqualifikation erreicht und erhÀlt ein Abschlusszeugnis. Dieses enthÀlt alle Lernmodule mit Noten und eine Durchschnittsnote, die auf eine Stelle hinter dem Komma abgeschnitten wird und in die die Modulnoten arithmetisch gemittelt eingehen.

Im Abschlusszeugnis wird die Fachhochschulreife mit Studienberechtigung fĂŒr Rheinland-Pfalz bestĂ€tigt. Wenn die Voraussetzungen fĂŒr die bundesweite Fachhochschulreife erfĂŒllt sind, wird bei den JahrgĂ€ngen ab 2003 zusĂ€tzlich ein Zeugnis der Fachhochschulreife erstellt, das nur zusammen mit dem Abschlusszeugnis der Fachschule gĂŒltig ist.

Anerkennung vorher erbrachter Leistungen [edit]

Die Fachschulverordnung sieht vor, dass höchstens die HÀlfte der Module durch vorher erbrachte Leistungen ersetzt werden kann. Dazu ist spÀtestens am dritten Unterrichtstag des Moduls ein formloser schriftlicher Antrag zu stellen.

Wenn die Inhalte des Moduls mit vergleichbarer Stundenzahl nachweislich anderweitig erworben wurden, kann nach Antrag auf den Besuch des Unterrichts verzichtet werden, die abschließende Leistungsfeststellung muss aber mitgeschrieben werden und ergibt die Modulnote.

FĂŒr das Wahlpflichtfach "AusbildereignungsprĂŒfung" kann ein erfolgreicher Abschluss mit Zertifikat und Angabe der Noten nach Antrag anerkannt werden.

FĂŒr das Pflichtfach "Kommunikation in einer Fremdsprache" kann das Fach "Englisch" eines erfolgreichen Fachhochschulreife-Abschlusses nach Antrag als Unterricht anerkannt werden, die abschließende Leistungsfeststellung des Moduls muss dennoch mitgeschrieben werden und ergibt die Endnote des Moduls.

Das Fach "Grundlegende Elemente und Handlungen (EinfĂŒhrungsphase)" kann nicht ersetzt werden.

Endnote [edit]

Im Verlauf des Moduls werden Leistungsfeststellungen geschrieben. Diese werden arithmetisch gemittelt und ergeben eine Vornote.

Am Ende des Moduls findet nach Zulassung eine abschließende Leistungsfeststellung statt. Diese ergibt eine Gesamtnote.

Aus Vornote und Gesamtnote wird zum Ermitteln der Endnote das arithmetische Mittel gebildet (vorlĂ€ufige Gesamtnote). Ist diese Note nicht eindeutig oder beantragt der SchĂŒler eine mĂŒndliche PrĂŒfung, findet eine mĂŒndliche PrĂŒfung statt. Die Endnote ist dann das arithmetische Mittel aus Vornote, Gesamtnote und Note der mĂŒndlichen PrĂŒfung.

Fachhochschulreife [edit]

Der Abschluss der Fachschule ist nach §11 Abs. 6 Satz 6 des Schulgesetzes der Fachhochschulreife gleichwertig und berechtigt zum Studium an Fachhochschulen in Rheinland-Pfalz.

SchĂŒlern der Fachschule wird die Fachhochschulreife, die zu einem Studium an Fachhochschulen in allen LĂ€ndern der Bundesrepublik Deutschland berechtigt, zuerkannt, wenn sie

  1. das Abschlusszeugnis erhalten haben,
  2. einen qualifizierten Sekundarabschluss I oder einen gleichwertigen Bildungsstand, der zur Aufnahme in die Fachoberschule berechtigt, nachweisen können und
  3. am Fachhochschulreifeunterricht teilgenommen und die FachhochschulreifeprĂŒfung bestanden haben.

Fehlzeiten [edit]

Die Dauer der Unterrichtsveranstaltung und die individuellen Fehlzeiten jedes SchĂŒlers werden im Modulheft festgehalten. Diese Zahlen dienen zur Berechnung der prozentualen Anwesenheit.

Sind die Fehlzeiten grĂ¶ĂŸer als 25%, die Anwesenheit also weniger als 75%, erhĂ€lt der SchĂŒler keine Zulassung zur aLF und kann das Modul evtl. wiederholen.

Modulzertifikat [edit]

In das Modulzertifikat wird die Endnote eingetragen, außerdem Name, Geburtstag und Geburtsort. Die Lerninhalte des Moduls werden vermerkt.

Ist die Endnote schlechter als ausreichend, ist das Modul nicht bestanden und es wir kein Zertifikat ausgestellt. In diesem Fall kann das gesamte Modul oder die abschließende Leistungsfeststellung und die evtl. notwendige mĂŒndliche PrĂŒfung wiederholt werden.

Unterbrechung des Schulbesuchs [edit]

Auf formlosen schriftlichen Antrag kann der Schulbesuch fĂŒr ein Jahr unterbrochen werden. Ein Anspruch auf das Angebot fehlender Lernmodule besteht dann nicht.

Wiederholung von Modulen [edit]

Eine Wiederholung von Modulen ist einmalig möglich, wenn das Gesamtmodul nicht bestanden wurde. Auf formlosen Antrag kann dann der Unterricht noch einmal besucht werden, um die Vornote zu Àndern.

Die Wiederholung der aLF soll formlos schriftlich beantragt werden.

Das Verfahren zur Berechnung der Endnote ist dann anzuwenden wie im Abschnitt „Endnote" beschrieben, d.h. es ist aus Vornote, Gesamtnote und evtl. mĂŒndlicher PrĂŒfung eine Endnote zu bilden. Die Vornote ist entweder dieselbe wie im ersten Verfahren oder bei wiederholtem Besuch des Unterrichtes die neue Vornote.