Informationen zur Karl-Hofmann-Schule BBS Worms

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Fachschule Sozialwesen

Auszug aus der Fachschulverordnung [edit]

§ 2 Ziel der Fachschule

Ziel des ganzheitlichen und handlungsorientierten Lernprozesses in der Fachschule ist der Erwerb qualifizierter beruflicher Handlungskompetenz als Voraussetzung fĂŒr MobilitĂ€t im Beruf und am Arbeitsplatz sowie die Förderung der Bereitschaft und FĂ€higkeit zum lebensbegleitenden Lernen. Die Fachschule fĂŒhrt zu berufsqualifizierenden AbschlĂŒssen sowie zu Teil- und Zusatzqualifikationen der beruflichen Fort- und Weiterbildung und ermöglicht den Erwerb der Fachhochschulreife. Sie befĂ€higt FachkrĂ€fte mit beruflicher Erfahrung, die aufgrund des permanenten sozialen und gesellschaftlichen Wandels verĂ€nderten und gestiegenen beruflichen Anforderungen zu bewĂ€ltigen sowie eigenverantwortliche und selbstĂ€ndige TĂ€tigkeiten wahrzunehmen. Die BildungsgĂ€nge der Fachschule berĂŒcksichtigen den verĂ€nderten Qualifizierungsbedarf in der Gesellschaft und die beruflichen QualifizierungsbedĂŒrfnisse des Einzelnen. Sie vermitteln, aufbauend auf beruflicher und sozialer Erfahrung, die BefĂ€higung zu beruflicher TĂ€tigkeit im Sozialwesen.

§ 4 Zielsetzung und Dauer in der Fachrichtung SozialpÀdagogik

(1) Der Bildungsgang vermittelt die BefÀhigung als Erzieherin oder als Erzieher in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, anderen sozial- und sonderpÀdagogischen Praxisfeldern und der Ganztagsschule tÀtig zu sein.

(2) Die Ausbildung findet an der Fachschule und der AusbildungsstĂ€tte statt. Die Gesamtverantwortung fĂŒr die Ausbildung trĂ€gt die ausbildende Schule.

(3) Der Bildungsgang dauert in Vollzeitunterricht drei Schuljahre. Er gliedert sich in eine ĂŒberwiegend fachtheoretische Ausbildung von zwei Schuljahren in der Fachschule (schulischer Ausbildungsabschnitt) und eine anschließende ĂŒberwiegend fachpraktische Ausbildung von einem Schuljahr in geeigneten AusbildungsstĂ€tten (Berufspraktikum). Er kann auch in Teilzeitunterricht mit der Dauer von bis zu fĂŒnf Schuljahren gefĂŒhrt werden. In diesem Fall dauert der schulische Ausbildungsabschnitt drei und das Berufspraktikum bis zu zwei Schuljahre.

(4) Der Fachschulbesuch kann auf Antrag bis zu einem Schuljahr unterbrochen werden; lĂ€ngere Unterbrechungen bedĂŒrfen der Zustimmung der Schulbehörde. Es besteht kein Rechtsanspruch auf ein Angebot der noch fehlenden Lernmodule im Anschluss an die Unterbrechung.

(5) Die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler haben im schulischen Ausbildungsabschnitt unter Anleitung der Fachschule mindestens zwei Praktika von insgesamt zwölf Wochen in unterschiedlichen Arbeitsfeldern anerkannter AusbildungsstĂ€tten nach Absatz 1 und § 9 Abs. 1 abzuleisten. Die Praktika sollen mindestens zu einem Drittel in den Ferien abgeleistet werden. Die zeitliche Verteilung und Organisation regelt die Fachschule. Die Leistungen der SchĂŒlerinnen und SchĂŒler wĂ€hrend der Praktika werden von entsprechend ausgebildeten FachkrĂ€ften mit mindestens zweijĂ€hriger Berufserfahrung und der FĂ€higkeit zur Praxisanleitung, die durch eine berufspĂ€dagogische Fort- oder Weiterbildung nachzuweisen ist, beurteilt. Die berufspĂ€dagogische Fort- oder Weiterbildung ist innerhalb einer Übergangsfrist von fĂŒnf Jahren nachzuweisen. Die Wahl der Praktikumsstelle bedarf der Zustimmung der Fachschule. Die Fachschule kann SchĂŒlerinnen und SchĂŒler im schulischen Ausbildungsabschnitt mit entsprechender Berufserfahrung von der Verpflichtung zur Ableistung des Praktikums befreien.

Aufnahmevoraussetzungen

Aus § 5 der Fachschulverordnung:

(1) Aufnahmevoraussetzungen fĂŒr die Fachrichtung SozialpĂ€dagogik sind

* 1. ein qualifizierter Sekundarabschluss I und
  - a. der Abschluss einer mindestens zweijÀhrigen Berufsausbildung nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung oder nach Landes- oder sonstigem Bundesrecht oder eine als gleichwertig anerkannte Ausbildung (dazu zÀhlt die HBF Sozialassistenz) oder
  - b. der Abschluss einer mindestens der Laufbahn des mittleren Dienstes gleichwertigen Ausbildung in einem BeamtenverhÀltnis oder
  - c. eine mindestens dreijÀhrige hauptberufliche einschlÀgige TÀtigkeit oder
  - d. das mindestens dreijĂ€hrige FĂŒhren eines Familienhaushalts mit mindestens einem minderjĂ€hrigen Kind oder
  oder
* 2. die allgemeine Hochschulreife oder die Fachhochschulreife in Verbindung mit einer mindestens viermonatigen einschlÀgigen praktischen TÀtigkeit.

(2) Auf die TĂ€tigkeit nach Absatz 1 Nr. 1 Buchst. c, d und Nr. 2 werden im Umfang der abgeleisteten Monate angerechnet:

  1. die Ableistung eines freiwilligen sozialen Jahres gemĂ€ĂŸ dem Jugendfreiwilligendienstegesetz vom 16. Mai 2008 (BGBl. I S. 842) in der jeweils geltenden Fassung, das geeignet ist, auf die nachfolgende Berufsausbildung vorzubereiten,
  2. die Ableistung eines Bundesfreiwilligendienstes gemĂ€ĂŸ dem Bundesfreiwilligendienstgesetz vom 28. April 2011 (BGBl. I S. 687) in der jeweils geltenden Fassung, der geeignet ist, auf die nachfolgende Berufsausbildung vorzubereiten,
  3. eine einschlÀgige ehrenamtliche TÀtigkeit.

(3) Die Schulbehörde kann die Aufnahme anderer Bewerberinnen und Bewerber genehmigen, wenn deren Bildungsstand und beruflicher Werdegang den Aufnahmevoraussetzungen dieses Bildungsgangs gleichwertig sind.

Um feststellen zu können, ob eine TĂ€tigkeit einschlĂ€gig bzw. geeignet ist, auf die nachfolgende Berufsausbildung vorzubereiten, benötigen wir im Allgemeinen ein Zeugnis, aus dem die einzelnen durchgefĂŒhrten TĂ€tigkeiten hervorgehen. Eine TĂ€tigkeit, die z.B. fĂŒr das Erreichen der Zugangsvoraussetzung FH-Reife benötigt wurde, kann unter Vorlage entsprechender Nachweise auch als 4-monatige praktische TĂ€tigkeit anerkannt werden.

Organisationsformen [edit]

Certqua_Zeichen_Massnahme_AZAV_90.jpgDie Fachschule SozialpĂ€dagogik kann als Vollzeitform oder ab dem Schuljahr 2012/13 auch als Teilzeitform im Schulversuch angeboten werden. Bei uns liegen Ausbildung und PrĂŒfung in einer Hand, wir verlangen keine Schul- oder PrĂŒfungsgebĂŒhren. Sie erwerben einen Abschluss als staatlich anerkannte Erzieherin bzw. staatlich anerkannter Erzieher und in der Regel auch die Fachhochschulreife fĂŒr Rheinland-Pfalz. Die Fachschule SozialpĂ€dagogik hat die AZAV-Zertifizierung.

Vollzeitform

Zwei Jahre Vollzeitunterricht von 07:50 Uhr bis 15:00 Uhr, danach ein Jahr Berufspraktikum mit Vollzeitstelle und 10 Tagestermine an der Schule.

Teilzeitform

Drei bis fĂŒnf Jahre Teilzeitunterricht im Zeitraum Montag bis Donnerstag 17:30 Uhr bis 21:35 Uhr und Samstag 08:00 Uhr bis 12:50 Uhr an drei bis 4 Terminen in der Woche.

Wer ĂŒber die drei Jahre tagsĂŒber einen Arbeitsvertrag gemĂ€ĂŸ FachkrĂ€ftevereinbarung ĂŒber mindestens 19,5 Stunden in einer sozialpĂ€dagogischen Einrichtung hat, kann das Berufspraktikum integrieren und in drei Jahren die Ausbildung beenden. 12 Wochen Praktikum und Berufspraktikum sind in der Arbeitszeit enthalten.

Ansonsten mĂŒssen in den ersten drei Jahren 12 Wochen Praktikum in einer sozialpĂ€dagogischen Einrichtung absolviert werden. Nach dem dritten Jahr kann das Berufspraktikum in Teil- oder Vollzeit absolviert werden, je nachdem dauert die gesamte Ausbildung dann 4 oder 5 Jahre.

Anmeldung [edit]

Bitte achten Sie darauf, alle geforderten Unterlagen (beglaubigte Zeugniskopien, VertrĂ€ge etc.) Ihrem Antrag beizufĂŒgen. Es werden nur vollstĂ€ndige Bewerbungsunterlagen bearbeitet!

AufnahmeantrĂ€ge im Sekretariat oder Downloadhier zum Herunterladen. đŸ“±đŸŒđŸ’»Online-Anmeldung. Anmeldeschluss ist jeweils der 1. MĂ€rz zum folgenden Schuljahr.

Dem Aufnahmeantrag fĂŒgen Sie bitte Nachweise bei, die Ihre Aufnahmevoraussetzungen belegen. Das könnten bespielsweise sein:

  • Abschlusszeugnis der mittleren Reife und Abschlusszeugnis (bzw. ersatzweise zunĂ€chst zweites Halbjahreszeugnis) der HBF Sozialassistenz
  • Abschlusszeugnis der mittleren Reife und Abschlusszeugnis ĂŒber einen Beruf
  • Abschlusszeugnis der mittleren Reife und Arbeitszeugnis ĂŒber eine dreijĂ€hrige TĂ€tigkeit in einer KindertagesstĂ€tte
  • Abschlusszeugnis der mittleren Reife und Geburtsurkunde eines mindestens dreijĂ€hrigen Kindes und ErklĂ€rung, dass der Familienhaushalt gefĂŒhrt wurde
  • Hochschulreifezeugnis und Zeugnis ĂŒber eine mindestens viermonatige einschlĂ€gige TĂ€tigkeit

Wenn Sie Ihre Unterlagen persönlich im Sekretariat abgeben, genĂŒgt eine Kopie und die Vorlage des Originals. Wenn Sie Unterlagen einsenden, mĂŒssen die Kopien beglaubigt sein.

DownloadMerkblatt fĂŒr die Fachschule Sozialwesen Vollzeit zum Herunterladen


DownloadMerkblatt zur Fachschule Sozialwesen Teilzeit zum Herunterladen

DownloadInformationsmappe zur Fachschule Sozialwesen Teilzeit zum Herunterladen

DownloadInformation des Ministeriums zum Schulversuch

Stundentafel [edit]

KĂŒrzel

Modultitel

Stunden

SO01

Eine professionelle Haltung in der Berufsausbildung entwickeln

60

SO02

Kommunikation, Lern- und Arbeitstechniken

160

SO03

Berufsbezogene Kommunikation in einer Fremdsprache

160

SO04

Erziehungs- und Bildungsauftrag im gesellschaftspolitischen Kontext umsetzen

120

SO05

Entwicklungsprozesse beobachten, reflektieren und dokumentieren*

260

SO06

Ganzheitliche Entwicklung in den Bereichen Gesundheit und Bewegung fördern und lebenspraktische TÀtigkeiten anleiten

260

SO07

Bildungsprozesse anregen und unterstĂŒtzen*

300

SO08

Persönlichkeitsentwicklung durch Àsthetische Erziehung, kreatives Gestalten, Musik und Rhythmik fördern

320

SO09

Prozesse religiöser Bildung und Erziehung gestalten

160

SO10

Erziehungs- und Bildungsprozesse in KindertagesstÀtten gestalten*

320

SO11

Erziehungs- und Bildungsprozesse in der Kinder- und Jugendarbeit und in den Hilfen zur Erziehung gestalten*(P)

320

SO12

Erziehungs- und Bildungsprozesse in der Arbeit mit beeintrÀchtigten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen gestalten*(P)

200

SO14a

Gitarre spielen

80

SO14b

TheaterpÀdagogik

80

SO13

Abschlussprojekt (im Berufspraktikum)

80

Aus den mit * gekennzeichneten Modulen wĂ€hlt die Schule 2 PrĂŒfungsmodule (P) aus.

Fachhochschulreife [edit]

§ 24 Fachhochschulreife mit Studienberechtigung in Rheinland-Pfalz

(1) Das Abschlusszeugnis der Fachschule in den Fachrichtungen SozialpÀdagogik und Heilerziehungspflege erhÀlt folgenden Vermerk:

,,Der Abschluss der Fachschule ist nach § 11 Abs. 7 Satz 6 des Schulgesetzes der Fachhochschulreife gleichwertig und berechtigt zum Studium an Fachhochschulen in Rheinland-Pfalz."

(2) Absolventinnen und Absolventen einer Fachschule nach Absatz 1, denen bereits ein Abschlusszeugnis erteilt wurde, erhalten auf Antrag von der Fachschule, die das Abschlusszeugnis ausgestellt hat, eine Bescheinigung ĂŒber die Gleichwertigkeit des Abschlusses der Fachschule mit der Fachhochschulreife gemĂ€ĂŸ Anlage 1.

(3) Wurde das Abschlusszeugnis von einer Fachschule außerhalb von Rheinland-Pfalz erteilt, ist der Antrag an die Schulbehörde zu richten, die die Bescheinigung nach Absatz 2 ausstellt, sofern das vorgelegte Zeugnis einem Abschlusszeugnis nach Absatz 1 gleichwertig ist.

§ 25 Fachhochschulreife mit bundesweiter Studienberechtigung

SchĂŒlerinnen und SchĂŒler der Fachschule in den Fachrichtungen SozialpĂ€dagogik, Heilerziehungspflege und HeilpĂ€dagogik können die Fachhochschulreife mit bundesweiter Studienberechtigung erwerben. Das NĂ€here regelt die Landesverordnung ĂŒber die duale Berufsoberschule und den Fachhochschulreifeunterricht vom 26. Januar 2005 (GVBl. S. 44).

Andere BundeslÀnder [edit]

Link extern www.erzieherin-ausbildung.de